Durchbruch in der Forschung zum Restless-Legs-Syndrom

Haben Sie unruhige Beine? Nun, die Wissenschaft könnte auf dem Weg sein, die Wurzel dieses Problems aufzudecken. Und die Suche nach der Ursache ist oft der erste Schritt, um eine Heilung oder wirksame Behandlung zu finden. Bis zu 10 % der Bevölkerung hierzulande könnten am „Restless-Legs-Syndrom“ (RLS) leiden. Dieser Zustand ist ein unangenehmes Gefühl in den Beinen beim Sitzen oder Liegen. RLS-Betroffene beschreiben das Gefühl als „krabbeln“, „nervös“, „Kribbeln“, „Schmerz“ und „Brennen“. Sie fühlen sich unfähig, Ihre Beine ruhig zu halten. Ständige Bewegung ist die einzige Möglichkeit, sich zu entspannen. Für manche Menschen ist es einfach unangenehm, aber für andere kann dieses Gefühl unerträglich sein. Auch wenn es am häufigsten in den Beinen auftritt, kann RLS, wie der Name schon sagt, auch in den Armen auftreten. RLS ist eine lebenslange Erkrankung und verschlimmert sich oft mit zunehmendem Alter.Viele Menschen mit RLS haben auch „periodische Beinbewegungen während des Schlafs“ (PLMS). Diese Störung bedeutet, dass die Bein-, Knöchel- und Großzehenmuskeln einer Person dazu neigen, sich zu beugen, während sie oder er schläft. Die Störung selbst scheint nicht allzu ernst zu sein, aber sie kann Ihr Schlafmuster stören, was dazu führen kann, dass Sie schläfrig und weniger aufmerksam sind und tagsüber eine langsamere geistige Funktion haben. Darüber hinaus kann es ein Zeichen für einen ernsteren Zustand sein.

Beachten Sie, dass es fünf Schlafphasen gibt, wobei die Phasen drei und vier Phasen des tieferen Schlafs sind; REM-Schlaf beinhaltet Träumen, erhöhte Herzfrequenz und Atmung sowie Muskelzuckungen. Viele glauben, dass der REM-Schlaf äußerst wichtig ist, um eine optimale geistige Funktion aufrechtzuerhalten, und denken, dass ein Mangel daran über einen längeren Zeitraum große Probleme verursachen könnte. Die Zyklen wiederholen sich die ganze Nacht über immer wieder. Sie sehen also, wie schädlich die Kombination von RLS und PLMS sein kann. Beschwerden und Schmerzen während des Tages und unzureichender Schlaf während der Nacht.

RLS ist ein noch nicht vollständig verstandenes Syndrom. Es gibt keine Heilung und es gibt nur wenige Behandlungen. Die Erforschung des Wie und Warum von RLS geht also weiter. Und hier kommt diese neueste bahnbrechende Erkenntnis ins Spiel.

Da RLS offenbar familiär gehäuft auftritt, machten sich Forscher auf die Suche nach einer möglichen genetischen Ursache. Eine isländische Studie untersuchte 451 Personen mit RLS-Symptomen sowie 514 ihrer nahen Verwandten. Die Studienteilnehmer füllten Fragebögen aus und gaben Blutproben ab. Die Forscher überwachten ihre Bewegungen während des Schlafs.

Am Ende der Studie fanden die Forscher heraus, dass Menschen mit einem bestimmten Gen eher die RLS/PLMS-Kombination hatten. Tatsächlich war die Wahrscheinlichkeit, dass diese Menschen an dieser Krankheit litten, um 50 % höher als bei Menschen ohne das Gen. Das Forschungsteam fand auch heraus, dass Menschen mit dem anderen Gen bis zu 26 % weniger Eisen im Blut hatten als Menschen ohne das RLS-verwandte Gen. Eisen hat eine Verbindung zu Dopamin. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der dabei hilft, gesunde Bewegungen und Gefühle im Körper zu kontrollieren.

Das sind also wirklich zwei wichtige Erkenntnisse. Nummer eins ist der mögliche genetische Schuldige hinter RLS und PLMS. Diese Entdeckung könnte in naher Zukunft bei der Diagnose helfen. Später könnte dies zur Entwicklung von Behandlungen führen, die auf das Gen abzielen. Nummer zwei ist die Beziehung zwischen niedrigen Eisenwerten und der Beinbewegungsstörung. Dies ist auch wichtig. Wenn Sie RLS-Symptome haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Ihr Eisen sprechen. Lassen Sie Ihre Werte überprüfen. Wenn Sie niedrig sind, arbeiten Sie mit Ihrem Arzt an einem Eisenergänzungsplan. Sie können auch untersuchen, ob Medikamente, die Sie einnehmen, die Eisenspeicher Ihres Körpers erschöpfen könnten.

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