Das Neueste zu Angstzuständen und implantierten Defibrillatoren

Einige Menschen, denen ein „implantierbarer Kardioverter-Defibrillator“ (ICD) in ihren Körper eingesetzt wurde, können mehr als nur eine positive körperliche Wirkung erfahren. Es kann bei bestimmten Patienten tatsächlich ein hohes Maß an Angst und Furcht hervorrufen. Um zu verstehen, warum, müssen Sie zunächst eine Vorstellung davon haben, wie dieses Gerät funktioniert.

 Ein ICD wird chirurgisch in einen Patienten mit Herzrhythmusstörungen eingesetzt, wobei ein Draht zum Herzen führt. Batteriebetrieben überwacht es Ihren Herzschlag und sendet bei zu schnellem oder unregelmäßigem Rhythmus einen Stromschlag an das Organ. Dadurch wird das Herz wieder in einen normalen Rhythmus versetzt. Ein ICD kann sich anfühlen, als würde er in die Brust getreten, während ein leichter Puls möglicherweise nicht einmal nachweisbar ist.

 Aufgrund der Natur dieses Geräts haben bestimmte ICD-Patienten mit einer ganzen Menge Sorgen zu kämpfen. Einige befürchten, dass das Gerät durch heftige Aktivitäten ausgelöst wird, während andere befürchten, dass ein ICD-Ruck eine andere Person in unmittelbarer Nähe verletzen oder in sozialen Situationen sogar nur die Aufmerksamkeit auf sie lenken könnte.

 Einige ICD-Patienten haben Angst davor, was passiert, wenn das Gerät einfach seine Arbeit verrichtet – allein der Gedanke an einen Stromschlag ist besorgniserregend – oder sind besorgt darüber, was passieren wird, wenn es losgeht, während sie alleine fahren.

 Um herauszufinden, welche Patienten möglicherweise eine Beratung benötigen, um mit ihren Ängsten umzugehen, haben Forscher der University of Florida in Gainesville ein neues Bewertungstool entwickelt. Die „Florida Shock Anxiety Scale“ (FSAS) ist ein schriftlicher Fragebogen, bei dem Menschen mit ICD im Wesentlichen bewerten, wie oft sie bestimmte Gedanken haben, wie z. B. „Ich habe Angst, andere zu berühren, aus Angst, sie zu schocken, wenn der ICD auslöst? ”

 Um zu sehen, ob es wirksam ist, wurde das FSAS an 72 ICD-Patienten getestet – und es erwies sich als sehr zuverlässig bei der Bestimmung ihres Angstniveaus. Dies ist ein großartiges Instrument, mit dem Ärzte sicherstellen können, dass die ICD-Patienten, die nach der Implantation des Geräts psychologische Hilfe beim Umgang mit ihren Emotionen benötigen, diese auch erhalten. Schließlich ist mehr Stress und Angst das Letzte, was ein Herzpatient braucht!

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